Logo Sigmund-Freud.biz

Startseite


Der Menschenspringer

Der psychologische Fantasy-Bestseller von Ralph Gawlick
Schauen Sie ins Unterbewusstsein von völlig verschiedenen Menschen vom Triebtäter bis zum biederen Geschäftsmann

mehr unter menschenspringer.de


Sigmund Freud

Kindheit und Jugend
Studienzeit
Erste Krankenhaustätigkeit - Untersuchungen mit Cocain
Jean-Martin Charcot - Hysterie und Hypnose
Privatdozentur in Wien
Frau und Kinder
Die Entstehung der Psychoanalyse
Sein Verhältnis zu Religionen / Religionskritik
Zusammenarbeit mit Jung
Freud und der Nationalsozialismus
Ich, Es, Über-Ich - Das 3-Instanzen-Modell
Freuds Traumdeutung
Der Fall Anna O.
Seine Bücher
Zitate

Glücksspielsucht – Das richtet sie im Gehirn an

Foto von Sigmund Freud Sei es ein Tipp in der Lotterie, ein Rubbellos im Kiosk um die Ecke oder ein Spin am Spielautomaten – die Spieler erhoffen sich den ganz großen Gewinn. Vereinzelte Besuche in Casinos, virtuellen Spielbanken & Co bringen zunächst jede Menge Spaß und Nervenkitzel. Doch wenn die Spieler aus Gewohnheit spielen, wird aus Spaß ganz schnell Ernst. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigt in Deutschland rund 0,5 % der Bevölkerung ein problematisches oder gar pathologisches Glücksspielverhalten. Das sind knapp 400.000 Menschen, bei denen die Spielsucht deutliche Spuren im Gehirn hinterlässt. Teilweise ändert sich das Leben der Betroffenen grundlegend. Abgesehen von finanziellen Schwierigkeiten, haben die Süchtigen auch vermehrt soziale und berufliche Probleme und gefährden oftmals ihre psychische Gesundheit. Wir zeigen Ihnen, wie sich die Spielsucht auf das Gehirn auswirkt.

So wirkt sich die Spielsucht auf das Gehirn aus

Bei der Spielsucht handelt es sich um eine Verhaltenssucht, der Betroffene ist nicht mehr in der Lage, sein Spielverhalten zu kontrollieren. Ähnlich wie bei einer substanzgebundenen Sucht, kann auch hier eine Abhängigkeit entstehen. Um zu verstehen, wie es dazu kommen kann, werfen wir einen Blick auf die Funktionsweise des Gehirns. Das Gehirn ist ein hochkomplexes System, welches sich stetig verändert. Während alte, nicht mehr benötigte Verbindungen, abgebaut werden, entstehen immer wieder neue Verknüpfungen. Wenn bestimmte Dinge, wie etwa das Glücksspielen, häufig wiederholt werden, werden die Verbindungen zwischen den Nervenzellen gestärkt. Daher besteht gerade für Gewohnheitsspieler eine große Gefahr, in die Sucht abzurutschen. H2: Dopamin – ein Hormon, das süchtig machen kann Eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Süchten spielt das Glückshormon Dopamin. Wird beim Glücksspiel ein Gewinn erzielt, werden Botenstoffe freigesetzt, die Glücksgefühle auslösen. Die Gefühle von Freud und Euphorie treiben die Spieler zur Wiederholung an. Durch häufige Wiederholungen stumpft jedoch das Belohnungssystem im Gehirn ab, sodass die Spieler immer mehr Geld investieren und immer öfter spielen, um dieselbe Wirkung zu erzielen. Wenn nicht gespielt wird, kommen bei den Süchtigen Entzugserscheinungen auf. Sie verspüren einen andauernden Dopaminmangel, welcher für Niedergeschlagenheit sorgt. Durch die Einnahme des Suchtmittels, in diesem Fall durch das Glücksspielen, können die Betroffenen ihren Dopaminspiegel kurzfristig wieder anheben. Teilweise geschieht das allein durch den Gedanken, gleich wieder zu spielen.

Trigger-Faktoren verstärken den Suchtdruck

Wenn eine Verhaltensweise, wie das Glücksspielen, positive Gefühle zur Folge hat, werden die Verbindungen im Gehirn stärker ausgeprägt. Dabei werden sogenannte Trigger-Faktoren mit einprogrammiert. Als Trigger-Faktoren kommen verschiedene Reize infrage, von Orten, Gerüchen und Tönen bis hin zu individuellen Eindrücken und der eigenen Stimmung. Diese Umgebungsreize sind im Gehirn mit dem Glücksspielen verknüpft und können die Betroffenen unbewusst zum Spielen auffordern. H2: Die Wirkung von „Beinahe-Gewinnen“ Die Bezeichnung „Beinahe-Gewinn“ oder „Fast-Gewinn“ beschreibt eine ganz knappe Niederlage beim Glücksspielen. Oft hat nur ein passendes Symbol auf den Walzen des Spielautomaten gefehlt, um einen Gewinn zu generieren. Dieser Beinahe-Gewinn stimuliert dabei ähnliche Hirnareale wie ein echter Gewinn. Das menschliche Gehirn macht also keinen großen Unterschied zwischen Gewinn und Fast- Gewinn. In beiden Fällen werden Glückshormone ausgeschüttet und sorgen für ein kurzes Gefühlshoch.

Fazit – Ist eine Heilung der Spielsucht möglich?

Durch die Sucht haben sich im Gehirn mit der Zeit sehr starke Strukturen gebildet, welche in einem langwierigen und mühsamen Prozess wieder geschwächt werden müssen. Die Verknüpfungen im Gehirn werden sich jedoch nie wieder ganz zurückbilden, sodass eine vollständige Heilung ausgeschlossen ist. Dennoch können die Betroffen im Rahmen einer Therapie ihr alltägliches Leben wieder in den Griff bekommen. Die BZgA bietet unter anderem eine Beratungsstelle, bei der Sie sich über mögliche Hilfsangebote informieren können. Erfahren Sie zudem, wie man frühzeitig eine Spielsucht verhindern kann.


relevante Themen


Gestaltpsychologie - mehr zu diesem Thema

Infos über Psychische Krankheiten
(c) 2013 by sigmund-freud.biz Hinweise Impressum