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Sigmund Freud

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Jean-Martin Charcot - Hysterie und Hypnose
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Ich, Es, Über-Ich - Das 3-Instanzen-Modell
Freuds Traumdeutung
Der Fall Anna O.
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Zitate

Sigmund Freud

Freuds Traumdeutung

Der Traum ist ein Wunscherfüller

Foto von Sigmund Freud Prophetische Visionen und die Verarbeitung von Tageserlebnissen scheinen nach Freuds Traumdeutung nicht der Sinn und die Ursache von Träumen zu sein. Dafür sollen Erfahrungen, welche man in der Kindheit gesammelt hat, in einer Botschaft im Traum wiedergegeben werden. Ein Teil der Tiefenpsychologie besteht darin, dass ein unbewusster seelischer Vorgang eines Menschen analysiert wird. Voraussetzung einer grundliegenden Therapie ist die psychische Diagnose, die mitunter die Selbsterkenntnis während eines Traumes und dessen Entschlüsselung beinhaltet.

Freud zog den Schluss, dass bestimmte Inhalte der Psyche das Bewusstsein nicht erreichen, sondern aktiv geblockt werden. Diesen Mechanismus der Verdrängung bezeichnete Freud als "Zensur". Der Ablauf während einer Traumgestaltung wird als Primärprozess, welcher sich im Unbewussten abspielt, bezeichnet. Im Schlaf wird das kognitive Verhalten gehemmt. Der Traum ermöglicht die Wahrnehmung unbewusster Erlebnisse, welche durch die kognitiven Prozesse im Wachzustand verhindert werden. So werden, durch das alltägliche Bewusstsein, verdrängte Erinnerungen wieder geweckt und schlussendlich bewusst wahrgenommen.

Inhalte des Unterbewusstseins entstehen durch Grundbedürfnisse, beispielweise Lust oder Hunger. Diese vermischen sich mit den Erlebnissen vorheriger Tage und Eindrücken des Langzeitgedächtnisses zu Szenarien, welche dann einen Traum bilden. In diesen werden die Naturgesetze, wie Zeit und Gravitation, außer Kraft gesetzt. Deswegen ist es meist nur mit der Analyse möglich, Träume zu deuten. Denn die kognitiven Prozesse werden zwar eingeschränkt, jedoch nicht vollkommen aufgehoben. Freud stellte die Theorie auf, dass die tiefliegendsten Inhalte der Träume durch den Teil des Bewusstseins verursacht werden, welche zu dem Es gehören.

Dies in Zusammenfassung mit der sozialen Natur und Neugierde, bildet den Antrieb der psychischen Energie, welche Freud als Libido bezeichnete. Aus ihr entstamme der biologische Kreislauf und das zusätzliche Strukturmodell der Psyche, das Freud als das Es, das Ich und das Über-Ich erklärt. Ist die Psyche unbeeinflusst und gesund, harmonisieren alle drei Instanzen dieses Strukurmodells. Die Harmonie wird jedoch von moralische Wertvorstellungen gestört. Das Es schafft es dann nicht mehr dem Ich seine Wünsche zu übermitteln. So versucht das Es im Traum dem Ich diese Wünsche mitzuteilen. Daraus entstehen verschlüsselte Botschaften, oder auch latente Trauminhalte, welche erst gedeutet werden müssen. Diese nennt Freud "Traumgedanken".

Neben den latenten Trauminhalten, gibt es noch den manifesten Traum. Dieser ist das, was dem träumenden Menschen noch in Erinnerung bleibt, nachdem er aufgewacht ist. Hierbei bleiben fetzenartige symbolische Inhalte übrig, die der Träumende nicht immer deuten kann. Der manifeste Traum ist die Grundvoraussetzung um durch Psychoanalytik an die latenten Trauminhalte zu gelangen. Durch die Analyse von den manifesten Trauminhalten bis hin zu den latenten Trauminhalten lassen sich die Träume schlussendlich deuten.


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